Heizen und dabei die Umwelt im Blick haben

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Die Chancen der regenerativen Energien sinnvoll nutzen

ANDERLINGEN. Die Leitungen liegen, bald wird es warm in der guten Stube der Anderlinger. Das innovative Projekt „Nahwärmenetz“ ist realisiert, ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zum „Bioenergiedorf“ gemacht.

Und so funktioniert die Nahwärme:

Container-Heizzentrale

Mit dem Aufstellen einer Container-Heizzentrale ist der
wichtigste Schritt zur Fertigstellung der Wärmeversorgung getan.

In einem oder mehreren Blockheizkraftwerken und einer zentralen Heizstation wird die Wärme hocheffizient und abgasarm erzeugt und über ein Leitungsnetz, vergleichbar wie beim Strom, zu den Abnehmern transportiert. Zur Wärmeerzeugung können regenerative Energien – in Anderlingen ist es Biomasseenergie – im Zusammenhang mit umweltfreundlichen Blockheizkraftwerken und einer Heizzentrale eingesetzt werden.

„Das Nahwärmenetz ist das entscheidende Element für eine moderne Infrastruktur in der zukünftigen Wärmeversorgung“, sind sich die Gesellschafter der Wärme-Energie-Versorgung Ohrel (WEV), Rainer Burfeindt und Jan Tomforde, sicher. „Und es ist die umweltschonendste Art zu heizen.“ Die Wärme-Abnehmer müssen die benötigte Wärme nicht mehr selbst durch Einzelöfen oder Zentralheizungen herstellen. Sie erhalten sie bequem aus dem Wärmenetz. Dabei beziehen sie Wärme zum Heizen und zur Warmwasserbereitung.

Pufferspeicher

Die Heizzentrale dient der Wärmeabsicherung für die Spitzenlast und Redundanz.

Für die Anderlinger, die sich für das Nahwärmenetz ausgesprochen haben, gibt es noch weitere Vorteile. Sie sparen Investitions-, Wartungs-, Reparatur- und Ersatzkosten für Heizkessel und Schornstein. Ein Pluspunkt ist, dass die Instandhaltung der Heizungsanlage und der Kauf von Brennstoff der Vergangenheit angehören.

Die Anderlinger Wärmekunden der WEV-Ohrel können auch längerfristiger planen. Sie wissen schon heute, welche Kosten für die Wärmeenergie in den nächsten 15 Jahren auf sie zukommen – und das alles zum Wohl der Umwelt. (kw)

 

Quelle: Bremervörder Zeitung | Fotos: Privat

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